6. bis 16. Dezember 2009 und
29. Dezember 2009 bis 17. Januar 2010
in der Kulturkirche St. Stephani
Eine Ausstellung der Kunsthalle Bremen und des Förderkreises für Gegenwartskunst im Kunstverein Bremen in Kooperation mit der Kulturkirche St. Stephani und mit freundlicher Unterstützung der Bremer Landesbank.

(Foto: Roman Mensing / artdoc.de)
Vier Videoprojektoren werfen Bilder von Delphinen auf die Wände, den Boden und in das Gewölbe von St. Stephani in Bremen. Als Betrachter gehen Sie in der Kulturkirche durch bewegte Bilder und tauchen ein in die Unterwassertierwelt der Karibik.

(Foto: Roman Mensing / artdoc.de)
2004 zeigten die Kunsthalle Bremen und das Museum für Gegenwartskunst Siegen die erste große europäische Ausstellung der kalifornischen Video-Künstlerin Diana Thater (*1962). Im selben Jahr erwarb die Kunsthalle Bremen mit den Mitteln der Karin und Uwe Hollweg Stiftung das wohl wichtigste Werk der Schau, wenn nicht das wichtigste Werk innerhalb des Gesamtwerks der Künstlerin überhaupt: Delphine.
Die Künstlerin arbeitete für dieses Projekt mit Richard O'Barry zusammen, der frei lebende Delphine aufnahm. Er war in den 60er Jahren an der Entstehung der Kinderserie Flipper beteiligt, beklagte dann aber die quälerische Dressur der Meeressäuger. Delphine thematisiert so Beziehungen zwischen Tier und Mensch auf unterschiedlichen Ebenen. Die Besucher werden selbst ein Teil des Kunstwerks, ein Teil der Betrachtung anderer Betrachter, wenn sie durch die Projektionen laufen und als Projektionsflächen fungieren. Diana Thater verschmilzt so Bildbetrachter und Bild, Video und Architektur, den Raum von St. Stephani und den Lebensraum von Delphinen.

(Foto: Inka Trülzsch)