Kunsthalle Bremen
Mein Konto Login
Nutzerdaten vergessen?
Jetzt Konto anlegen und registrieren

(hier geht's zur Medienverlängerung)
Tickets online Buchen
  • Informationen
  • Ausstellungen
  • Programm
  • Sammlung
  • Kunsthalle
  • Kunstverein
  • Shop
  •  
Home > Informationen > Aktuelles > Positive Bilanz der...
Drucken  Drucken
  • Öffnungszeiten
  • Eintrittspreise
  • Anfahrt
  • Aktuelles
  • Presse
  • CANOVA – Essen & Trinken
  • punkt. Kunst im Nordwesten
  •  
vom 26.02.2013

Positive Bilanz der Hundertwasser-Ausstellung

Rund 140.000 Besucher besuchten vom 20. Oktober 2012 bis 17. Februar 2013 die Hundertwasser-Ausstellung. Damit war "Gegen den Strich" für den Direktor, der ein Jahr vor der Eröffnung sein Amt antrat, auf vielen Ebenen ein voller Erfolg. Der frische Blick auf Friedensreich Hundertwasser überzeugte Skeptiker und bestätigte Liebhaber in ihrer Begeisterung. Bemerkenswert ist, dass das Publikum im Vergleich zur vergangenen Ausstellungen jünger war und viele Gäste für Hundertwasser erstmals ein Museum besuchten. Jeder zweite Besucher nutzte ein Vermittlungsangebot in Form von Führungen oder einem Audio-Guide.


Noch bis August in der Kunsthalle zu sehen: "Die Linie des Lebens" (Foto: Karen Blindow)

Wissenschaftlicher Ansatz überzeugte
Im Vorfeld begegnete vor allem das Fachpublikum dem Ausstellungsvorhaben mit Skepsis. Das klare Ausstellungskonzept konnte jedoch sowohl Kritiker überzeugen wie auch das klassische Museumspublikum begeistern: Die Räume der Ausstellung waren chronologisch und thematisch strukturiert, ausführliche Wandtexte führten in die Entwicklungen Friedensreich Hundertwassers ein und erläuterten die Impulse, mit denen er sich auseinandersetzte. Da das Frühwerk im Fokus der Ausstellung stand beschränkte sich die Auswahl der Kunstwerke konsequenterweise auf die Zeit bis 1970. Die Neuinszenierung der Aktion "Die Linie von Hamburg" u.a. gemeinsam mit Bazon Brock war ein Höhepunkt der Werkschau und ein zentrales Element, um die Vorreiterrolle des jungen Hundertwasser deutlich zu machen. "Die Linie des Lebens" und die Dokumentation der historischen Aktion wird über die Ausstellung hinaus noch bis August zu sehen sein.
Es wurde in jeder Hinsicht herausgestellt, dass die Präsentation – trotz der Popularität des Protagonisten – den wissenschaftlichen Anspruch hatte, ihn in den Kontext seiner Zeit zu setzen, eine unbekannte Seite des Künstlers zu zeigen und dadurch letztlich eine Rehabilitierung zu ermöglichen. So hatten viele Besucher und Journalisten Hundertwasser bisher noch nie gesehen. Die Zeitung Die Welt schrieb: "Spannend zu entdecken sind aber die vor allem im Frühwerk erkennbaren Einflüsse, die auf Hundertwasser wirkten. So prägten ihn neben der italienischen Renaissance […] die japanischen Farbholzschnitte von Hokusai sowie die Wiener Moderne um 1900 […]." Auch die Museumsbesucher zeigten sich begeistert von dieser unerwarteten Perspektive auf den mit Vorurteilen behafteten Künstler, und so finden sich im Gästebuch Einträge wie folgender: "Das frühe Werk Hundertwassers war eine Entdeckung und Bereicherung."
Dr. Christoph Grunenberg zieht Bilanz: „Der große Erfolg und die überwiegend positive Resonanz auf die Hundertwasser-Ausstellung belegen, dass es im Ausstellungsbetrieb in der Tat möglich ist neue Wege zu gehen. Experten sollten öfters den Mut beweisen einen Künstler 'gegen den Strich' der bisherigen kunsthistorischen Rezeption zu lesen. Gleichzeitig demonstriert unsere Besucherbefragung eindrücklich, dass Museen wissenschaftlich fundierte Ausstellungen präsentieren und gleichzeitig Schwellenängste abbauen können, um sich neuen Besuchergruppen zu öffnen."

Besucherbefragung demonstriert gestiegenes Interesse eines jüngeren und neuen Publikums
Erste Ergebnisse der Besucherbefragung machen zwei wichtige Aspekte, das Publikum der Ausstellung betreffend, deutlich: "Die Besucherresonanz der Hundertwasser-Ausstellung war sehr positiv und die Besucherzahlen überstiegen die Erwartungen der Kunsthalle. Dank der Besucherbefragungen ließ sich feststellen, dass das Durchschnittsalter im Vergleich zu vergangenen Sonderausstellungen um fünf Jahre gesunken ist. Die Besucherbefragung zeigt auch, dass die Hundertwasser-Ausstellung überproportional viele Gäste anzog, die Erstbesucher in einem Museum waren. Damit haben wir das Ziel erreicht, ein neues und ein jüngeres Publikum anzusprechen", sagt
Dr. Christoph Grunenberg.

Vielfältiges Veranstaltungsprogramm und aktive Nutzung der Vermittlungsangebote
Im Rahmen der Ausstellung wurde ein vielfältiges Vermittlungsprogramm geboten, das auf großen Zuspruch traf. Jeder zweite Besucher nahm ein Vermittlungsangebot in Anspruch, und die meisten Termine waren ausverkauft. Die Ausstellung wurde von Schulklassen- und Kindergartenführungen förmlich überflutet: Bereits nach kurzer Zeit waren sämtliche Führungstermine für diese Zielgruppe über den gesamten Ausstellungszeitraum ausgebucht. Die verschiedenen Veranstaltungen betrachteten Hundertwasser aus kunsthistorischer Sicht, aber auch aus vermeintlich fachfremden Positionen wie Theologie und Psychologie. Der Aspekt der Nachhaltigkeit und Hundertwassers ökologische Vorreiterrolle wurden im Rahmen eines Ausstellungsrundganges u.a. mit Umweltsenator Dr. Joachim Lohse und in Erzählcafés, die in Kooperation mit dem BUND organisierte wurden, diskutiert. Im Rahmen von Kooperationen mit den Bremer Philharmonikern, dem Verein Realtime und der HfK Bremen wurde Hundertwasser musikalisch interpretiert. Aus einer Zusammenarbeit mit DE LooPERS entstand eine tänzerische Inszenierung, die den Künstler Hundertwasser und seine Kunst aufgriff. Darüber hinaus gab es thematische Herbstferienkurse und Workshops für Kinder, einen Wettbewerb in Kooperation mit GEOlino und vieles mehr.

Vorheriger Artikel | Nächster Artikel
Kontakt Nutzungsbedingungen Datenschutz Sitemap Impressum
Folgen Sie uns
auch hier:
Kunsthalle
Bremen auf
Facebook
Kunsthalle Bremen: Kopie und Original: Rechts: Geburtstagstorte Links: Wols, Das blaue Phantom, 1...
Bookmark speichern: Mister Wong
Internet: construktiv