Kunsthalle Bremen
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Geschichte

Die Anfänge (1823-1847)

Am 14. November 1823 lud Senator Hieronymus Klugkist 34 Kunstfreunde ein, um mit ihnen den Kunstverein in Bremen zu gründen. Bereits im folgenden Monat waren die ersten "Gesetze" des Vereins entworfen und fünf Herren, darunter auch der Initiator Klugkist, als "Direction" berufen worden. Sie trat zum 31. Januar 1824 ihre Arbeit an.

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Der Bau der Kunsthalle (1847-1849)

Bereits 1834 war die Idee aufgetaucht, ein eigenes Gebäude für den Kunstverein zu erwerben. Damals dürfte vor allem der Wunsch nach einem eigenen "Local" für die Veranstaltung von Wechselausstellungen im Vordergrund gestanden haben, da die vereinseigene Sammlung für eine dauerhafte museale Präsentation noch viel zu klein war. Der Vorstand machte daher eine Eingabe beim Senat, in der er um Überlassung des Grundstücks an der Dechanatstraße 3 bat. Die Bürgerschaft lehnte die Anfrage jedoch ab, wahrscheinlich wegen des damals noch allzu privaten Charakters des Vereins.

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Der Aufbau einer Sammlung - die großen Stiftungen im 19. Jahrhundert

Die Kunsthalle veranstaltete zunächst vor allem Ausstellungen: Einerseits gab es im zweijährigen Rhythmus die Ausstellungen aktueller Kunst im Zyklus der norddeutschen Kunstvereine, andererseits zeigte man weiterhin eigene und geliehene Bilder bei den kleinen sonntäglichen Präsentationen. Doch nach der Jahrhundertwende entwickelte sich das Haus von einer Ausstellungshalle zu einem Kunstmuseum mit umfangreicher eigener Sammlung.

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Der Erweiterungsbau der Kunsthalle (1899-1902)

Die stark angewachsene Sammlung sprengte gegen Ende des Jahrhunderts die Möglichkeiten der Kunsthalle. "Die Nothwendigkeit der Erweiterung unserer Kunsthalle wird Jedem klar, welcher die eng zusammengedrängte Sammlung durchwandert, bei deren Hängen künstlerische Gesichtspunkte schon längst außer Acht gelassen werden mußten, und nur die möglichste Ausnutzung der kleinen Räume maßgebend ist. Im Kreis des Vorstands besteht daher schon seit Jahren der dringende Wunsch, durch Sammlung eines Fonds diesem schreienden Mißstande abzuhelfen (...) Auch die Nothwendigkeit, während der großen Ausstellung unsere gesamte Gemäldesammlung abzuhängen, ist ein Zustand, welcher unserer Stadt nicht würdig ist", klagte der Vorstand im Jahresbericht von 1896/97.

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Gustav Pauli (1899-1914)

Bereits 1887, als man den Erweiterungsbau plante, erkannte der Vorstand auch die Notwendigkeit eines wissenschaftlichen Leiters der Sammlung. Er sollte nicht nur die Ausstellungen organisieren, sondern auch durch Vorträge und schriftstellerische Tätigkeit "auf das künstlerische Interesse in unserer Stadt wirken".

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Emil Waldmann (1914-1945)

1914 folgte Pauli einem Ruf als Direktor der Hamburger Kunsthalle. Sein Nachfolger in Bremen wurde Emil Waldmann (1880-1945). Wie Pauli stammte er aus einer Bremer Familie. Bereits 1906/07 war er als Assistent in der Kunsthalle tätig gewesen, so daß er mit der Sammlung bestens vertraut war. Nach ausgiebigen Studienaufenthalten in Griechenland, Italien und Frankreich war Waldmann 1913/14 Direktor des Dresdener Kupferstichkabinetts gewesen, bevor er 1914 die Stelle als Direktor der Kunsthalle Bremen annahm.

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Günter Busch (1945-1984)

In Absprache mit Emil Waldmann berief der Vorstand des Kunstvereins zu Beginn des Jahres 1945 Günter Busch zum Kustos. Er sollte die Nachfolge des verstorbenen Wilken von Alten antreten. Nach Waldmanns Freitod im März dieses Jahres lag jedoch von Anfang an die wissenschaftliche Leitung der Kunsthalle in Günter Buschs Händen. Rudolf Alexander Schröder, der schon 1909 von Gustav Pauli in den Vorstand des Kunstvereins geholt worden war, wurde im Einvernehmen mit der amerikanischen Besatzungsmacht zum kommissarischen Direktor der Kunsthalle berufen.

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Der Anbau (1979-1984)

Schon seit längerer Zeit sprengte die Sammlung erneut den Rahmen der Kunsthalle. Besonders störend war es, daß man für die zahlreichen Wechselausstellungen immer wieder die Sammlung ins Depot räumen mußte. So entstand seit Beginn der 70er Jahre der Plan für einen Erweiterungsbau.

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Siegfried Salzmann (1985-1993)

Der Anbau stand am Ende der langen, erfolgreichen Museumstätigkeit von Günter Busch. 1984, nach beinahe 40 Jahren, wurde er pensioniert. Seine Nachfolge trat 1985 erstmals ein Kunsthistoriker an, der nicht aus Bremen stammte: Siegfried Salzmann. Diese Berufung brach bewußt mit der bisherigen Tradition des Hauses, die nach so vielen Jahren auch die Gefahr der Stagnation in sich barg. Mit der Neubesetzung war die Chance zur Veränderung und zu neuen Impulsen gegeben.

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Die Kunsthalle im Aufbruch (1994-1998)

Anfang 1992 erkrankte Herr Salzmann so schwer, daß er nur noch begrenzt in der Lage war, seine Aufgaben wahrzunehmen. Dies hatte zur Folge, daß der ehrenamtlich tätige Vorstand des Kunstvereins, insbesondere dessen Vorsitzer, in zunehmendem Maße Leitungsaufgaben des Hauses übernehmen mußte, ein auf die Dauer untragbarer Zustand. So harrten, als Herr Salzmann Ende 1993 in den Ruhestand trat, verschiedene Fragen einer dringenden Erledigung.

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Wulf Herzogenrath ( 1994-2011)

Mit der Berufung von Wulf Herzogenrath im Jahr 1994 entschied sich der Vorstand des Kunstvereins mit seinem neuen Vorsitzer Georg Abegg für einen Direktor, der sich wissenschaftlich vor allem zum Themenkreis Bauhaus und zur Gegenwartskunst profiliert hatte. Nicht nur der Anfang sondern auch das Ende von Herzogenraths Direktorat verband sich mit einer Bauphase.

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