
geb. 1944 in Bielefeld
Studierte Kunstgeschichte in Kiel, Berlin und promovierte 1970 bei Herbert von Einem in Bonn mit einer Arbeit über „Oskar Schlemmers Wandmalerei“ (Prestel Verlag München) Dieter Honisch holte ihn 1967/68 nach Stuttgart für die Bearbeitung des Kataloges „50 jahre bauhaus“. Nach zwei Jahren am Museums Folkwang Essen wurde er 1973 als jüngster Direktor an den Kölnischen Kunstverein berufen, den er 16 Jahre leitete. 1977 und 1987 war im Team der Verantwortlichen für die documenta 6 und 8 in Kassel. 1989-1994 entwickelte er als Hauptkustos der Nationalgalerie Berlin das Konzept für den Hamburger Bahnhof mit.
1994 wurde er an die Kunsthalle Bremen berufen, die er bis zur Wiedereröffnung der Erweiterung im Herbst 2011 leitete. Er erweiterte die Sammlung insbesondere um Medienkunst. Seit 1994 ist er auch Professor an der Hochschule für Künste Bremen, außerdem seit 2008 Vorsitzender des Hochschulrates in Braunschweig und Vorsitzender der Jury des Kaiserrings der Stadt Goslar .Alle zwei Jahre veranstaltete die Kunsthalle Bremen unter seiner Leitung wissenschaftliche und zugleich populär beworbene Ausstellungen wie „Van Gogh –Felder“ 2002/03 oder „Paula Modersohn-Becker und die Kunst in Paris um 1900“ 2007/08, die jeweils über 200.ooo Besucher anzogen, daneben Einzelausstellungen von Nam June Paik, Peter Campus, Diana Thater, Björn Melhus, Pipilotti Rist, Bill Viola .u.v.a.m.
Seit dem Winter 2011/12 lebt er mit seiner Frau Stephanie in Berlin als freier Kurator.
Als gewähltes Mitglied der Sektion Bildende Kunst der Akademie der Künste Berlin organisiert er für das Haus der Akademie im Hansaviertel die Ausstellung „John Cage und ... Bildender Künstler, Einflüsse und Anregungen“, die im Sommer 2012 im Museum der Moderne Salzburg gezeigt wird (mit Buch bei DuMont Dokumente).
Herzogenraths zahlreiche Veröffentlichungen behandeln die Kunst der 20er Jahre, des Bauhauses, der aktuellen Kunst, der Fotografie, der Videokunst sowie Fragen der Kunstvermittlung und des Museumswesen