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James Turrell: Above – Between – Below, 2011

Seit 1966 arbeitet James Turrell an Lichtobjekten, in denen er den Bereich der optischen Wahrnehmung und die sinnliche Qualität des Lichts auslotet. Vielfach setzt er sich hierbei mit Natureindrücken sowie der tages- und jahreszeitlichen Wahrnehmung des Lichts auseinander. Seit der Mitte der 1970er Jahre entsteht Turrells ambitioniertes Land-Art-Projekt am Roden Crater, einem erloschenen Vulkan im Norden Arizonas, das er zu einem Himmelsobservatorium ausbaut: Der Besucher kann hier das Licht der Sonne, des Mondes und der Sterne intensiv erleben.

Diese Thematik greift Turrell auch mit seinen drei exakt übereinanderliegenden Lichträumen im Altbau der Kunsthalle auf: Im Erdgeschoss zeigen in eine ovale Steinplatte eingelassene LED-Lichter ein Sternbild. Es handelt sich um den Ausschnitt des Himmels, den man sehen könnte, wenn man – gleichsam einmal durch die Erde hindurch – auf der anderen Erdhälfte in den Himmel schauen würde. Nach oben öffnet sich der Blick durch ovale, verglaste und farbig beleuchtete Auslassungen in Boden und Decke des Raumes im ersten Stock in den Himmel über Bremen. Dessen tageszeitliche Veränderung können die Besucher im zweiten Stock im Freien beobachten. Ein farblich sich langsam veränderndes Lichtband steigert zudem das Erlebnis der Farben und bewirkt selbst bei grauem Himmel eine sich ständig verändernde Wahrnehmung.

Katja Riemer


Weitere Informationen zu geografischen und astronomischen Details finden Sie auch beim Olbers-Planetarium »

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