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Von der Romantik zum Impressionismus

Die Malerei des 19. Jahrhunderts bildet den Schwerpunkt der Bremer Sammlung.

Als ein Höhepunkt der deutschen Romantik sticht Die Blaue Grotte von Capri von Heinrich Jakob Fried hervor, während die Gemälde von Eugène Delacroix die französische Position veranschaulichen. Italiensehnsucht spricht aus den großen Werkgruppen der Nazarener wie auch der Deutsch-Römer Hans von Marées, Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach.

Eine reiche Kollektion von Ölstudien dokumentiert das besondere Interesse der Kunsthallendirektoren an einer „malerischen“ Malerei. Dies spiegelt sich auch in den Gemälden des Leibl-Kreises mit Stillleben, Landschaften und Porträts von Otto Scholderer, Carl Schuch und Wilhelm Trübner. Der erste Direktor der Kunsthalle Bremen, Gustav Pauli (1899–1914), baute im direkten Kontakt mit Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth eine der besten Sammlungen deutscher und französischer Malerei des Impressionismus in Deutschland auf. Besonders seine Ankäufe von Hauptwerken der französischen Kunst waren wegweisend: So erwarb er im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts u.a. die Camille von Claude Monet, das Bildnis des Zacharie Astruc von Edouard Manet und das Mohnfeld von Vincent van Gogh, dessen Ankauf im Jahre 1911 einen riesigen Skandal hervorrief. Damit setzte sich die Kunsthalle Bremen schon früh für die Moderne ein.

Meisterwerke der Skulptur begleiten die Gemäldesammlung. So vermittelt die Psyche von Canova den zarten Frühklassizismus, während Louis Tuaillons Amazone und Arbeiten von Franz von Stuck oder Georg Minne den Bogen vom klassischen Ideal bis zum Jugendstil spannen. Den Höhepunkt der Skulpturensammlung bilden die zehn Arbeiten von Auguste Rodin, die überwiegend zu Lebzeiten des Künstlers erworben wurden: Sie ebnen den Weg in das 20. Jahrhundert.

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Über die Sammlung

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Marmorskulptur einer stehenden, nur mit einem Tuch um die Hüften bekleideten Frau, die mit einer Hand einen filigranen Schmetterling auf ihre andere aufgehaltene Hand setzt

Antonio Canova, Psyche, 1793-1794

Marmor, 150 x 50 x 60 cm, Vermächtnis Johann Heinrich Schmiedell, Bremen 1943, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Gemälde einer Allee mit hell gekleideten Personen um die Jahrhundertwende, Kindern, stehend und auf Bänken sitzend, Lichtflecken und vereinzelten bunten Papageien

Max Liebermann, Papageienallee, 1902

Öl auf Leinwand, 88,1 x 72,5 cm , Erworben aus Mitteln der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) 1955, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Gemälde in Grün- und Blautönen mit grünen Hügeln im Vordergrund, einem unscharfen Aquädukt im Hintergrund und wolkenreichem Himmel.

Carl Blechen, Römische Wasserleitung, um 1828/29

Öl auf Papier auf Pappe, 13 x 23,5 cm, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen / Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland

Gemälde mit Feldern in verschiedenen Grüntönen und roten Farbtupfern, im Vordergrund grüne Büsche

Vincent van Gogh, Mohnfeld, 1889

Öl auf Leinwand, 72 x 91 cm, Erworben 1911 unter Mitwirkung des Galerievereins, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Gemälde einer Grotte, links unten dunkel gehaltene Personen auf einem Boot am Ufer, die Bildmitte leuchtet hellblau, zum Ausgang spiegelt sich auf dem Wasser in der Mitte ein heller Schein

Heinrich Jakob Fried, Die blaue Grotte von Capri, 1835

Öl auf Leinwand, 50 x 63 cm, Erworben aus Mitteln der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) 1964, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Gemälde mit Ruinen in italienischer Landschaft

Friedrich Nerly, Campagnalandschaft mit Aqua Claudia, 1836

Öl auf Leinwand, 124 x 148,5 cm, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Gemälde eines im Profil liegenden Mädchens mit dunklen Haaren in weißlicher Bettwäsche, mit weißen Vorhängen, auf dem braunen Nachttisch ein Buch und eine Vase mit dunkelblauen Blumen

Eva Gonzalès, Erwachendes Mädchen, 1877/78

Öl auf Leinwand, 81,1 x 100,1 cm, Erworben von der Kunsthalle Bremen 1960, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Gemälde einer Frau in schräger Rückenansicht vor einem dunklen Vorhang; sie trägt ein leuchtend grün-schwarz gestreiften Rock und eine schwarze Jacke mit braunem Pelzbesatz

Claude Monet, Camille, 1866

Öl auf Leinwand, 231 x 151 cm, Erworben 1906 mit Hilfe des Galerievereins, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Bronzeskulptur eines nackten Mannes, der sich an den Kopf fasst

Auguste Rodin, Das Eherne Zeitalter, 1875/76

Bronze, braun, grün und schwarz patiniert, 180 x 66 x 60 cm, Geschenk der Vereinigung von Freunden der Kunsthalle 1905, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Gemälde mit einem Lautenspieler und einer sitzenden Frau mit dunklen Haaren und einem Baby an der Brust, umrankt von roten und rosafarbenen Blumen

Anselm Feuerbach, Mandolinenspieler, 1868

Öl auf Leinwand, 137 x 98,50 cm, Erworben von der Kunsthalle Bremen 1902, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Gemälde einer seitlich liegenden nackten Frau auf weiß-frau gestrichelter Decke

Lovis Corinth, Liegender weiblicher Akt, 1899

Öl auf Leinwand, 75,5 x 120,5 cm, Erworben mit Unterstützung der Freien Hansestadt Bremen (Stadtgemeinde) 1926, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

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