Anton Henning Interieur No. 687
Anton Henning. Interieur No. 687
Der Künstler Anton Henning schenkte dem Kunstverein in Bremen anlässlich des 200-jährigen Jubiläums 2023 ein umfangreiches Konvolut von 24 Werken, darunter klein- und großformatige Gemälde aus allen Schaffensphasen und eine Zeichnung. 2025 wurde diese Schenkung um eine farbstarke neue Hinterglasmalerei ergänzt. Nun hat Anton Henning in der Kunsthalle einen Ausstellungsraum in der Sammlungspräsentation gestaltet: In Interieur No. 687 werden eine Auswahl seiner Gemälde, geometrische Wandmalereien sowie Sitzmöbel, ein Teppich und die speziell für den Raum geschaffene Glasmalerei des Künstlers präsentiert, die den Raum zu einer sinnlich-verführerischen Umgebung machen.
Anton Henning (*1964 in Berlin, lebt und arbeitet in Berlin und Manker, Brandenburg) ist ein deutscher Künstler, der für seine profund-spielerische Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte bekannt ist, allen voran für seine überraschenden Revisionen der Klassischen Moderne und der Romantik. Malerei ist bei Henning dabei nicht auf die Leinwand beschränkt: Mit Wand- und Hinterglasmalereien sowie eigens gestalteten Möbeln und Teppichen verwandelt Henning Ausstellungssäle in überwältigende Erlebnisräume, in denen die Grenzen zwischen Kunst und Design, High und Low sowie Vergangenheit und Gegenwart aufgehoben zu sein scheinen – und die zum Verweilen einladen.
Hennings Interieurs eröffnen ungewohnte Bezüge zwischen Gegenwart und vergangenen Stilepochen. Gegenständliches und Abstraktes stehen gleichberechtigt nebeneinander, tiefe Bildräume und intensive Farbflächen ergänzen sich, altmeisterliche Pinselführung wird gepaart mit skizzenhafter Expressivität. Hennings vielschichtiges, oft humorvolles Œuvre umfasst Porträts, Akte, Stillleben, Popkulturelles – und manchmal auch Undefinierbares. Die einzelnen Werke können sich ergänzen oder auch widersprechen – „Schönheit ist wie guter Jazz“, so der Künstler. Seine Werke fordern heraus, irritieren manchmal durch ihre subtile Schrägheit und eröffnen gerade dadurch neue Perspektiven auf einen kunstgeschichtlichen Kanon, der in seinen Arbeiten bestätigt und gefeiert wird, gleichzeitig aber auch hinterfragt und kritisiert. Was „schön“ und was „museumswürdig“ ist, stellt Henning offen zur Debatte, indem er dazu einlädt, in seinen ästhetisch stark komprimierten Interieurs Platz zu nehmen und unsere individuellen Parameter der Beurteilung zu ergründen.
Neben Pipilotti Rists Pixelwald Wisera und Ben Vautiers Bizart Baz’art erwartet die Besucher*innen in der Kunsthalle mit der Raumarbeit Interieur No. 687 ein weiteres immersives Kunstwerk, das wie ein angenehm gestaltetes Wohnzimmer betreten werden kann.
(Abb. Seitenanfang: Anton Henning, Interieur No. 273, 2004 (Detail), Öl auf Leinwand, Geschenk des Künstlers 2023, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025)
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