Mitgliederakademie

In der exklusiven Mitglieder-Akademie haben Sie sowohl die Möglichkeit, Ihre kunsthistorischen Kenntnisse nach einem strukturierten Lehrplan zu vertiefen, als auch beim Besuch von Einzelveranstaltungen punktuell völlig neue Perspektiven kennen zu lernen. In diesem Quartal geht das Kunstgeschichte- Seminar in eine neue Runde und startet im August mit einer umfassenden Einführung in die Kunstgeschichte des Mittelalters. Zudem gibt es Einführungen und Tagesseminare zu aktuellen Ausstellungen in der Kunsthalle und andernorts. Dozentinnen in der Mitglieder-Akademie sind die Bremer Kunsthistorikerinnen Dr. Katharina Erling, Dr. Alice Gudera und Dr. Katerina Vatsella.

Teilnahmebedingungen:
Alle Veranstaltungen der Mitgliederakademie können unabhängig voneinander gebucht werden und sind exklusiv den Mitgliedern des Kunstvereins in Bremen vorbehalten.

Die Teilnehmerzahl der Veranstaltungen ist begrenzt, bitte melden Sie sich rechtzeitig an.

 

September 2017
Oktober 2017
November 2017
Dezember 2017
Januar 2018

Zu Ihrer Auswahl finden in diesem Monat keine Veranstaltungen (mehr) statt.

23 Samstag
11:00 - 12:30 / 23.9.

Mitgliederakademie: Kunstgeschichteseminar

Vom Mittelalter in die Gegenwart, IV: Der Klassizismus, Teil III

Möbel, Kunsthandwerk

MIT DR. ALICE GUDERA

Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckel­ mann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassi­schen Altertums zum Programm wurde. Sie ist un­trennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Her­culaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen ver­messen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegen­modell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frank­ reich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizis­mus und Romantik sehr bald ineinander übergehen. 

Das gesamte Kunstgeschichteseminar umfasst folgende Themen und Termine:
26.8.: Einführung. Klassizistische Architektur
2.9.: Skulptur
23.9.: Möbel, Kunsthandwerk
30.9.: Malerei

24 Sonntag
11:00 - 15:00 / 24.9.

Mitgliederakademie: Tagesseminar

Cézanne, Matisse, Bonnard - Künstlerateliers des Südens

mit Dr. Alice Gudera

Aus Anlass der aktuellen Ausstellungen der Kunsthalle Karlsruhe und des Frankfurter Städel.

Die großen Herbstausstellungen in der Kunsthalle Karlsruhe zu Paul Cézanne wie zu Henri Matisse und Pierre Bonnard im Frankfurter Städel geben den Rahmen für unser Seminar, in dem wir auf die Strahlkraft des Südens für die Künstler der Moder­ne schauen wollen. Seit Van Goghs Traum von einem „Atelier des Sü­dens“ im legendären „Gelben Haus“ in Arles zog das südliche Licht die Künstler immer wieder an die französische Mittelmeerküste. Van Gogh und Cézanne, Matisse und Picasso haben wesentliche Teile ihres Werkes um und nach 1900 in Südfrank­ reich geschaffen. Bonnard und Auguste Renoir verbrachten hier ebenfalls ihre letzten Lebensjah­re. Noch heute kann man zahlreiche Spuren ihres Schaffens entlang der Küste finden. Landschaft und Klima spiegeln vielerorts scheinbar unverän­dert die Situation der Jahrhundertwende. Neben Kapellenausstattungen und Skulpturen im öffent­lichen Raum haben sich etliche Künstlerateliers erhalten oder sind – wie im Falle Cézannes – nach eingehender Recherche und mithilfe von Photo­graphien posthum rekonstruiert worden. Auf un­serer virtuellen Reise erkunden wir eingehend die Orte, an denen die Künstler zu ihren Meisterwer­ken fanden. Wir beginnen mit van Gogh in Arles und St. Rémy, begeben uns gedanklich zu Cézanne nach Aix­-en­-Provence, zu den beeindruckenden Häusern Picassos, widmen uns den Stätten, die wir mit Matisse in Verbindung bringen. Dabei soll es um die Kunst, die Orte, an denen sie entstanden ist, aber auch um die in den vergangenen Jahren neu errichteten oder umgestalteten Museen an oder nahe der Künstlerateliers gehen.

30 Samstag
11:00 - 12:30 / 30.9.

Mitgliederakademie: Kunstgeschichteseminar

Vom Mittelalter in die Gegenwart, IV: Der Klassizismus, Teil IV

Malerei

MIT DR. ALICE GUDERA

Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckel­ mann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassi­schen Altertums zum Programm wurde. Sie ist un­trennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Her­culaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen ver­messen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegen­modell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frank­ reich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizis­mus und Romantik sehr bald ineinander übergehen. 

Das gesamte Kunstgeschichteseminar umfasst folgende Themen und Termine:
26.8.: Einführung. Klassizistische Architektur
2.9.: Skulptur
23.9.: Möbel, Kunsthandwerk
30.9.: Malerei

Zu Ihrer Auswahl finden in diesem Monat keine Veranstaltungen (mehr) statt.

10 Dienstag
14:00 - 16:00 / 10.10.

Bilderberatung

Exklusiv für Mitglieder

mit Dr. Dorothee Hansen

Hier hat sich manches rätselhafte Werk schon als wertvolles Original entpuppt! Die Kustodinnen der Kunsthalle helfen bei Fragen über Malerei und Graphik.
Exklusiv und kostenlos für Mitglieder des Kunstvereins!

14 Samstag
11:00 - 15:00 / 14.10.

Mitgliederakademie: Tagesseminar

Max Beckmann. Leben und Werk eines Jahrhundertmalers

mit Dr. Katerina Vatsella

Viele herausragende Künstler sind in ihrer Funk­tion als Begründer oder Vertreter neuer Stilrich­tungen für nachfolgende Künstlergenerationen wichtig. Andere wiederum waren eher Einzelgän­ger, Persönlichkeiten, die einen sehr individuellen, unverwechselbaren Stil schufen, mit dem sie in die Kunstgeschichte eingegangen sind. Max Beckmann (1884–1950) gehörte zu den letzteren. Sein eigenwil­liges, durchgehend gegenständliches Werk wird oft wegen seiner Intensität und Expressivität, der har­ten Umrisse und dem schnellen, kantigen Strich der Spätzeit gerne dem Expressionismus im weitesten Sinne zugeordnet. Er gehörte allerdings keiner ex­pressionistischen Vereinigung an und sah sich selbst nie als dazugehörig. Das Seminar untersucht, auch anhand der bedeutenden Werke aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen, Beckmanns Entwicklung in Zusammenhang mit seiner bewegten Biografie und seinem Verhältnis zur Kunst seiner Zeit. Das Semi­nar findet im Seminarraum, in der Sammlung und in der Ausstellung Max Beckmann. Welttheater statt.

22 Sonntag
11:00 - 15:00 / 22.10.

Mitgliederakademie: Tagesseminar

Max Beckmann und die Geschichte des Selbstbildnisses

mit Dr. Alice Gudera

Kaum ein Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich so oft und so vielfältig im Selbstporträt befragt wie Max Beckmann. Wir nehmen die große Beckmann­-Ausstellung der Kunsthalle zum Anlass, diese Bildnisse genauer in den Blick zu nehmen und das spannende Thema durch die Kunstgeschichte zu verfolgen. Im 15. Jahrhundert dringen Mensch und Natur auf vor­her nicht gekannte Weise ins Bild. Künstler gewan­nen ein neues Selbstverständnis, das sich von dem Begriff des Handwerkers löste. Sie erachteten sich fortan als gleichwertig mit Philosophen, Literaten und Wissenschaftlern ihrer Zeit. Ein gesteigertes Selbstbewusstsein tritt in den Bildnissen zu Tage, eine genaue Sicht auf menschliche Eigenschaften des Innern wie Äußeren und nicht zuletzt die Suche nach innovativen künstlerischen Wegen. In Ausein­andersetzung mit der eigenen Physiognomie als all­gegenwärtigem Modell lassen Selbstbildnisse häufig auf die Haltung des Künstlers zur ihn umgebenden Welt und zu ihrer Auffassung über Kunst schließen. Wir widmen uns im Seminar den frühen Beispie­len des autonomen Künstlerporträts bei Albrecht Dürer vom Ende des 15. Jahrhunderts und spannen den Bogen bis zu zeitgenössischen Reflexionen des künstlerischen Ich in Foto und digitalen Medien.

28 Samstag
11:00 - 12:30 / 28.10.

Mitgliederakademie: Kunstgeschichteseminar

Vom Mittelalter in die Gegenwart, V: Die Romantik
Die romantische Weltanschauung. Philipp Otto Runge

mit Dr. Katharina Erling

„Die Welt muss romantisiert werden. So findet man den ursprünglichen Sinn wieder. Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es.“
Mit diesen Worten formulierte der Dichter Nova­lis 1798 das Anliegen einiger junger Künstler, die gegen die rationalistische Weltanschauung der Auf­klärung und gegen das künstlerische Programm des Klassizismus aufbegehrten. Sie beriefen sich auf das eigene Gefühl, auf Seele, Herz und Geist und suchten nach einer „echteren“ Erfassung der Wirklichkeit, die alle Bereiche der Künste und das gesamte Leben durchdringen sollte. Zwischen 1797 und 1840 erfasste die Bewegung der Romantik in Deutschland gleichermaßen die bildenden Künste, die Dichtung und die Musik. In den Jahren der napoleonischen Besetzung nahm sie auch Einfluss auf freiheitlich-politische und kulturpolitische Vor­stellungen.
Das Seminar führt mit Beispielen aus Musik, Literatur und Kunst in die Zeit des romantischen Aufbruchs ein. Anhand von Gemälden, Aqua­rellen, Zeichnungen und Druckgraphiken in der Sammlung der Kunsthalle werden die für die Ro­mantik typischen Motive, Techniken und Stilmerk­male in der bildenden Kunst vertieft.

Das gesamte Kunstgeschichteseminar umfasst folgende Themen und Termine:
28.10.: Die romantische Weltanschauung. Philipp Otto Runge
11.11.: Caspar David Friedrich und die Malerei der Romantik in Dresen
18.11.: Die Nazarener und andere Künstlerkreise
25.11.: Die Spätromantiker: Ludwig Richter, Moritz von Schwind und Carl Spitzweg. Die Zeitgenossen: William Turner, Ferdinand Waldmüller und Eugène Delacroix

Zu Ihrer Auswahl finden in diesem Monat keine Veranstaltungen (mehr) statt.

07 Dienstag
14:00 - 16:00 / 7.11.

Bilderberatung

Exklusiv für Mitglieder

mit Dr. Anne Buschhoff

Hier hat sich manches rätselhafte Werk schon als wertvolles Original entpuppt! Die Kustodinnen der Kunsthalle helfen bei Fragen über Malerei und Graphik.
Exklusiv und kostenlos für Mitglieder des Kunstvereins!

11 Samstag
11:00 - 12:30 / 11.11.

Mitgliederakademie: Kunstgeschichteseminar

Vom Mittelalter in die Gegenwart, V: Die Romantik
Caspar David Friedrich und die Malerei der Romantik in Dresden

mit Dr. Katharina Erling

„Die Welt muss romantisiert werden. So findet man den ursprünglichen Sinn wieder. Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es.“

Mit diesen Worten formulierte der Dichter Nova­lis 1798 das Anliegen einiger junger Künstler, die gegen die rationalistische Weltanschauung der Auf­klärung und gegen das künstlerische Programm des Klassizismus aufbegehrten. Sie beriefen sich auf das eigene Gefühl, auf Seele, Herz und Geist und suchten nach einer „echteren“ Erfassung der Wirklichkeit, die alle Bereiche der Künste und das gesamte Leben durchdringen sollte. Zwischen 1797 und 1840 erfasste die Bewegung der Romantik in Deutschland gleichermaßen die bildenden Künste, die Dichtung und die Musik. In den Jahren der napoleonischen Besetzung nahm sie auch Einfluss auf freiheitlich-politische und kulturpolitische Vor­stellungen.
Das Seminar führt mit Beispielen aus Musik, Literatur und Kunst in die Zeit des romantischen Aufbruchs ein. Anhand von Gemälden, Aqua­rellen, Zeichnungen und Druckgraphiken in der Sammlung der Kunsthalle werden die für die Ro­mantik typischen Motive, Techniken und Stilmerk­male in der bildenden Kunst vertieft.

Das gesamte Kunstgeschichteseminar umfasst folgende Themen und Termine:
28.10.: Die romantische Weltanschauung. Philipp Otto Runge
11.11.: Caspar David Friedrich und die Malerei der Romantik in Dresden
18.11.: Die Nazarener und andere Künstlerkreise
25.11.: Die Spätromantiker: Ludwig Richter, Moritz von Schwind und Carl Spitzweg. Die Zeitgenossen: William Turner, Ferdinand Waldmüller und Eugène Delacroix

18 Samstag
11:00 - 12:30 / 18.11.

Mitgliederakademie: Kunstgeschichteseminar

Vom Mittelalter in die Gegenwart, V: Die Romantik
Die Nazarener und andere Künstlerkreise

mit Dr. Katharina Erling

„Die Welt muss romantisiert werden. So findet man den ursprünglichen Sinn wieder. Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es.“

Mit diesen Worten formulierte der Dichter Nova­lis 1798 das Anliegen einiger junger Künstler, die gegen die rationalistische Weltanschauung der Auf­klärung und gegen das künstlerische Programm des Klassizismus aufbegehrten. Sie beriefen sich auf das eigene Gefühl, auf Seele, Herz und Geist und suchten nach einer „echteren“ Erfassung der Wirklichkeit, die alle Bereiche der Künste und das gesamte Leben durchdringen sollte. Zwischen 1797 und 1840 erfasste die Bewegung der Romantik in Deutschland gleichermaßen die bildenden Künste, die Dichtung und die Musik. In den Jahren der napoleonischen Besetzung nahm sie auch Einfluss auf freiheitlich-politische und kulturpolitische Vor­stellungen.
Das Seminar führt mit Beispielen aus Musik, Literatur und Kunst in die Zeit des romantischen Aufbruchs ein. Anhand von Gemälden, Aqua­rellen, Zeichnungen und Druckgraphiken in der Sammlung der Kunsthalle werden die für die Ro­mantik typischen Motive, Techniken und Stilmerk­male in der bildenden Kunst vertieft.

Das gesamte Kunstgeschichteseminar umfasst folgende Themen und Termine:

28.10.: Die romantische Weltanschauung. Philipp Otto Runge
11.11.: Caspar David Friedrich und die Malerei der Romantik in Dresden
18.11.: Die Nazarener und andere Künstlerkreise
25.11.: Die Spätromantiker: Ludwig Richter, Moritz von Schwind und Carl Spitzweg. Die Zeitgenossen: William Turner, Ferdinand Waldmüller und Eugène Delacroix

25 Samstag
11:00 - 12:30 / 25.11.

Mitgliederakademie: Kunstgeschichteseminar

Vom Mittelalter in die Gegenwart, V: Die Romantik
Die Spätromantiker: Ludwig Richter, Moritz von Schwind und Carl Spitzweg. Die Zeitgenossen: William Turner, Ferdinand Waldmüller und Eugène Delacroix

mit Dr. Katharina Erling

„Die Welt muss romantisiert werden. So findet man den ursprünglichen Sinn wieder. Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehen, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es.“

Mit diesen Worten formulierte der Dichter Nova­lis 1798 das Anliegen einiger junger Künstler, die gegen die rationalistische Weltanschauung der Auf­klärung und gegen das künstlerische Programm des Klassizismus aufbegehrten. Sie beriefen sich auf das eigene Gefühl, auf Seele, Herz und Geist und suchten nach einer „echteren“ Erfassung der Wirklichkeit, die alle Bereiche der Künste und das gesamte Leben durchdringen sollte. Zwischen 1797 und 1840 erfasste die Bewegung der Romantik in Deutschland gleichermaßen die bildenden Künste, die Dichtung und die Musik. In den Jahren der napoleonischen Besetzung nahm sie auch Einfluss auf freiheitlich-politische und kulturpolitische Vor­stellungen.
Das Seminar führt mit Beispielen aus Musik, Literatur und Kunst in die Zeit des romantischen Aufbruchs ein. Anhand von Gemälden, Aqua­rellen, Zeichnungen und Druckgraphiken in der Sammlung der Kunsthalle werden die für die Ro­mantik typischen Motive, Techniken und Stilmerk­male in der bildenden Kunst vertieft.

Das gesamte Kunstgeschichteseminar umfasst folgende Themen und Termine:
28.10.: Die romantische Weltanschauung. Philipp Otto Runge
11.11.: Caspar David Friedrich und die Malerei der Romantik in Dresden
18.11.: Die Nazarener und andere Künstlerkreise
25.11.: Die Spätromantiker: Ludwig Richter, Moritz von Schwind und Carl Spitzweg. Die Zeitgenossen: William Turner, Ferdinand Waldmüller und Eugène Delacroix

Zu Ihrer Auswahl finden in diesem Monat keine Veranstaltungen (mehr) statt.

02 Samstag
11:00 - 15:00 / 2.12.

Mitgliederakademie: Tagesseminar

Max Beckmann. Leben und Werk eines Jahrhundertmalers

mit Dr. Katerina Vatsella

Viele herausragende Künstler sind in ihrer Funk­tion als Begründer oder Vertreter neuer Stilrich­tungen für nachfolgende Künstlergenerationen wichtig. Andere wiederum waren eher Einzelgän­ger, Persönlichkeiten, die einen sehr individuellen, unverwechselbaren Stil schufen, mit dem sie in die Kunstgeschichte eingegangen sind. Max Beckmann (1884–1950) gehörte zu den letzteren. Sein eigenwil­liges, durchgehend gegenständliches Werk wird oft wegen seiner Intensität und Expressivität, der har­ten Umrisse und dem schnellen, kantigen Strich der Spätzeit gerne dem Expressionismus im weitesten Sinne zugeordnet. Er gehörte allerdings keiner ex­pressionistischen Vereinigung an und sah sich selbst nie als dazugehörig. Das Seminar untersucht, auch anhand der bedeutenden Werke aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen, Beckmanns Entwicklung in Zusammenhang mit seiner bewegten Biografie und seinem Verhältnis zur Kunst seiner Zeit. Das Semi­nar findet im Seminarraum, in der Sammlung und in der Ausstellung Max Beckmann. Welttheater statt.

09 Samstag
11:00 - 12:30 / 9.12.

Mitgliederakademie: Seminarreihe Lebensbilder

Teil III: Familie und Freundschaft

mit Dr. Katharina Ehrling

 

Bilder von Familie und Freundschaft durchziehen die Geschichte der Kunst auf vielfältige Weise. Sie sind Ausdruck grundlegender menschlicher Erfah­rungen wie Zugehörigkeit, Vertrauen und Liebe. Dabei kann es sich um ganz unterschiedliche Dar­stellungen aus der Mythologie oder der Religion, um Repräsentationsbilder oder auch um ganz pri­vate Lebensbilder handeln. Dazu gehört eines der wichtigsten Motive der Kunstgeschichte: das Bild von Mutter und Kind. Während es uns in der eu­ropäischen Kunst bis zur Renaissance zuerst in der Darstellung von Maria als Gottesmutter begegnet, übersetzen die späteren Maler es ins Private und formen es zum bürgerlichen Familienmotiv um. In den Familienbildern, spiegeln sich Lebensart und Lebensstil der jeweiligen Zeit wieder: sie sind Aus­druck des Repräsentationsbedürfnisses von Adel und Bürgertum, oder vermitteln ein besonderes Lebensgefühl und die geistige Haltung ihrer Zeit. Das Thema Freundschaft wird in der Romantik als unmittelbarer Ausdruck persönlicher Freund­schaftserfahrung zu einem zentralen Motiv in der bildenden Kunst. Eine Fortsetzung findet das Freundschaftsbild zu Anfang des 20. Jahrhunderts bei den Malern des Expressionismus.
Das Seminar folgt dem Thema Freundschaft und Familie in der Sammlung der Kunsthalle durch die Jahrhunderte bis in unsere Zeit und zeigt dabei den Wandel der Motive und Darstellungsformen aber auch die gleichbleibende Bedeutung dieser Thematik auf.

Zu Ihrer Auswahl finden in diesem Monat keine Veranstaltungen (mehr) statt.

12 Freitag
14:00 - 18:00 / 12.1.

Mitgliederakademie: Intensiv-Seminar

"Und das soll nun Kunst sein?" Zum Umgang mit aktueller Kunst

mit Dr. Katerina Vatsella

Freitag, 12. Januar, 14 bis 18 Uhr und Samstag, 13. Januar, 10 bis 14 Uhr

Gar nicht so einfach, die Sache mit der Kunst. Kunst kann anregen, inspirieren, Freude bereiten, aber auch verunsichern, in Frage stellen, nach­denklich machen. Besonders die Begegnung mit zeitgenössischer Kunst ist häufig mit Fragezeichen.

versehen und mit Irritationen verbunden. Dieses Seminar soll helfen, moderne und aktuelle Kunst besser zu verstehen. Es richtet sich an alle, die ih­ren „Kunst­Horizont“ erweitern möchten.