Restaurierungsprojekt niederländischer Zeichnungen im Kupferstichkabinett

Mit rund 900 Blättern stellen die niederländischen Zeichnungen des 15. bis 18. Jahrhunderts einen umfangreichen Bestand des Kupferstichkabinetts in der Kunsthalle Bremen dar. Neben einigen frühen Werken sind es vor allem holländische und flämische Zeichnungen des “Goldenen Zeitalters”, dem 17. Jahrhundert, die den Bestand prägen.

Das auf zweieinhalb Jahre angelegte Restaurierungsprojekt verfolgt das Ziel, diese bislang nicht systematisch untersuchten Zeichnungen ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken und einer gründlichen restauratorischen Betreuung zu unterziehen. Die Restaurierungsbefunde werden ebenso wie die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Konvoluts in einer umfangreichen Publikation und in einer Ausstellung voraussichtlich im Frühjahr 2018 präsentiert. Ein virtueller Zugang zu den Werken wird in Zukunft über die Internet-Datenbank des Museums ermöglicht.

Zu den Maßnahmen des Restaurierungsprojekts gehören neben der Dokumentation der Zeichnungen in Wort und Bild auch das Aufnehmen der Wasserzeichen sowie die Analyse der Papiere und Zeichenmittel. Die Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen werden für jedes Blatt individuell festgelegt: etwa das Ablösen von säurehaltigen Unterlagen, das Entfernen alter Montierungen, das Reinigen der Oberfläche, die Festigung von Zeichenmitteln oder das Schließen von Rissen und Fehlstellen. Begleitend zum Projekt werden regelmäßig Veranstaltungen für Mitglieder des Kunstvereins angeboten, die einen Einblick in die laufende Arbeit gewähren.

Ansprechpartner/innen:

Dr. Christien Melzer
+49 (0)421 - 32 908 271
Jutta Keddies
+49 (0)421 - 32 908 351

Die Restaurierung wird ermöglicht durch die:

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