DER BLINDE FLECK   BREMEN UND DIE KUNST IN DER KOLONIALZEIT   05.08. – 19.11.2017

Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

Die Ausstellung verknüpft die Geschichte des Kunstvereins in Bremen mit der Handelsgeschichte der Hansestadt und untersucht Werke der Sammlung auf ihre kolonialen Zusammenhänge: Welche Spuren hat die Kolonialzeit in der Kunsthalle Bremen hinterlassen? Wie heute damit umgehen?

Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit
Die Hansestadt Bremen war im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein blühendes Zentrum des schnell wachsenden internationalen Handels. Dabei profitierte sie sowohl von kolonialer Expansion als auch von der massenhaften Auswanderung nach Übersee. Auch im 1823 gegründeten Kunstverein in Bremen haben diese globalen Verflechtungen Spuren hinterlassen. Bis heute blieben sie jedoch unentdeckt.

Forschungsergebnisse im Programm „Internationales Museum“
Ein von der Kulturstiftung des Bundes gefördertes Forschungs- und Ausstellungsprojekt widmet sich nun erstmals der Erforschung dieser historischen Bezüge. Es verknüpft die Geschichte des Kunstvereins in Bremen mit der Handelsgeschichte der Hansestadt und befragt Werke von u.a. Paula Modersohn-Becker, Emil Nolde und Fritz Behn auf ihre kolonialen Zusammenhänge. Die blinden Flecke, die dabei sichtbar gemacht werden, thematisieren insbesondere die Darstellung und den Umgang mit dem Fremden in der frühen Moderne.

Europäische und außereuropäische Positionen im Dialog
Die Ausstellung setzt diese europäischen Sichtweisen in der Sammlung der Kunsthalle Bremen mit außereuropäischen, darunter auch zeitgenössischen Positionen der Kunst in Dialog. Darüber hinaus wird die Relevanz dieser Thematik für die Gegenwart diskutiert und Eigen- und Fremdwahrnehmungen im Kontext von Globalisierung und Migration heute kritisch beleuchtet.

Intervention in der Oberen Rathaushalle
Der britisch-guyanische Künstler Hew Locke (*1959 in Edinburgh, Schottland) untersucht seit 30 Jahren Themen des Kolonialismus und der Globalisierung. Seine Werke reichen von raumfüllenden Installationen aus Karton über Fotocollagen und Perltapisserien bis hin zu Zeichnungen und multimedialen Skulpturen. Während der Laufzeit der Ausstellung „Der blinde Fleck" präsentiert er in der Oberen Rathaushalle seine Arbeit Cui Bono. Das Schiff greift sowohl Bremer Geschichte als auch aktuelle Themen von Migration und Handel auf.
Die Installation ist im Rahmen der regulären Rathaus-Führungen der Bremer Touristik Zentrale zu besichtigen. Weitere Informationen

Gefördert im Programm Fellowship Internationales Museum der:

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Medienpartner:

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Kooperationspartner:

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September 2017
Oktober 2017
November 2017

Zu Ihrer Auswahl finden in diesem Monat keine Veranstaltungen (mehr) statt.

21 Donnerstag
13:00 - 13:15 / 21.9.

Kunstpause im Rathaus

Hew Locke, Cui Bono, 2017

mit Julia Binter

24 Sonntag
15:00 - 15:45 / 24.9.

Kuratorinnenführung

Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

mit Julia Binter

26 Dienstag
19:00 - 20:30 / 26.9.

Kunst und Musik

Gamelan trifft Klassik

Ein Konzert mit dem Bremer Gamelan Ensemble ARUM SIH und dem Klavierduo SORTILÈGE (Hedwig Stahl und Kerstin Bosse)

Wohl kaum eine fremde Musik hat solch eine Resonanz im Westen ausgelöst wie das Gamelan auf Java und Bali (Indonesien). Mit dem Klavierduo SORTILÈGE lässt ARUM SIH Werke von Ravel und Debussy mit traditionellen und zeitgenössischen Gamelan-Kompositionen in Dialog treten.

Zu Ihrer Auswahl finden in diesem Monat keine Veranstaltungen (mehr) statt.

21 Samstag
10:00 - 18:00 / 21.10.

Wochenendworkshop

Spoken Word

Azadê Peşmen, Leyla Yenirce

Samstag, 21. Oktober, 10 bis 18 Uhr und Sonntag, 22. Oktober, 10 bis 16 Uhr

Wie kann ich mich ausdrücken? Wie finde ich Worte, meine Worte? Wie bringe ich diese Worte zu Papier? Wie kann ich die Worte so vermitteln, dass andere mir zuhören?

Anlässlich der Ausstellung "Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit" vom 5.8. bis 19.11.2017 in der Kunsthalle Bremen findet dieser Spoken Word Workshop statt. Inhaltlich möchten wir uns mit postkolonialen und dekolonialen Perspektiven beschäftigen: Wie prägt die deutsche Kolonialgeschichte uns in der Gegenwart? Welche Auswirkungen hat die Geschichte in ihren Formen von Rassismus für uns heute? Dieser Workshop richtet sich an alle Interessierten; insbesondere über die Teilnahme von People of Color und Schwarzen Menschen würden wir uns freuen.

Der Workshop beginnt mit einer Führung durch die Ausstellung. Anschließend werden anhand von kurzen Inputs und Schreibübungen erste Texte erarbeitet. Die Teilnehmenden bekommen Raum, sich über ihre eigenen Erfahrungen auszutauschen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur Papier und Stift. Gerne können bereits geschriebene Texte mitgebracht werden.

Eine Kooperationsveranstaltung der Bremer Volkshochschule mit der Kunsthalle Bremen

24 Dienstag
19:00 - 21:00 / 24.10.

Podiumsdiskussionsreihe

Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

Die Ausstellung Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit wirft viele brisante Fragen auf, die im Rahmen dreier Podiumsdiskussionen diskutiert werden. Am 24. Oktober geht es um Potentiale des besseren Zusammenlebens in einer globalisierten Gesellschaft. Am 2. November werden die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bremen, Deutschland und Afrika diskutiert. Am 7. November wird in einer großen Abschlussdiskussion Bremens Umgang mit seinem kolonialen Erbe kritisch beleuchtet. 

24. Oktober:
Grenzen im Kopf. Wie betreffen Bilder aus der Kolonialzeit unseren Alltag heute?
In Kooperation mit dem Afrika Netzwerk e. V.

2. November: Der Marshallplan mit Afrika –Die deutsche Afrikapolitik im Aufbruch?
In Kooperation mit Afrika Netzwerk e.V., Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN) und Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz)

7. November: Bremen und sein koloniales Erbe

Zu Ihrer Auswahl finden in diesem Monat keine Veranstaltungen (mehr) statt.

02 Donnerstag
19:00 - 21:00 / 2.11.

Podiumsdiskussionsreihe

Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

Die Ausstellung Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit wirft viele brisante Fragen auf, die im Rahmen dreier Podiumsdiskussionen diskutiert werden. Am 24. Oktober geht es um Potentiale des besseren Zusammenlebens in einer globalisierten Gesellschaft. Am 2. November werden die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bremen, Deutschland und Afrika diskutiert. Am 7. November wird in einer großen Abschlussdiskussion Bremens Umgang mit seinem kolonialen Erbe kritisch beleuchtet. 

24. Oktober:
Grenzen im Kopf. Wie betreffen Bilder aus der Kolonialzeit unseren Alltag heute?
In Kooperation mit dem Afrika Netzwerk e. V.

2. November: Der Marshallplan mit Afrika –Die deutsche Afrikapolitik im Aufbruch?
In Kooperation mit Afrika Netzwerk e.V., Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN) und Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz)

7. November: Bremen und sein koloniales Erbe

07 Dienstag
19:00 - 21:00 / 7.11.

Podiumsdiskussionsreihe

Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit

Die Ausstellung Der blinde Fleck. Bremen und die Kunst in der Kolonialzeit wirft viele brisante Fragen auf, die im Rahmen dreier Podiumsdiskussionen diskutiert werden. Am 24. Oktober geht es um Potentiale des besseren Zusammenlebens in einer globalisierten Gesellschaft. Am 2. November werden die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bremen, Deutschland und Afrika diskutiert. Am 7. November wird in einer großen Abschlussdiskussion Bremens Umgang mit seinem kolonialen Erbe kritisch beleuchtet. 

24. Oktober:
Grenzen im Kopf. Wie betreffen Bilder aus der Kolonialzeit unseren Alltag heute?
In Kooperation mit dem Afrika Netzwerk e. V.

2. November: Der Marshallplan mit Afrika –Die deutsche Afrikapolitik im Aufbruch?
In Kooperation mit Afrika Netzwerk e.V., Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN) und Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz)

7. November: Bremen und sein koloniales Erbe