Richard Mosse   26.03. – 31.07.2022

Richard Mosse

Der 1980 im irischen Kilkenny geborene Richard Mosse lotet in seinen Fotografien und Filmen die Grenzen zwischen konventioneller Reportagefotografie und zeitgenössischer Konzeptkunst aus. Dabei setzt er den Fokus auf aktuelle politische und ökologische Krisen wie den Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo, die europäische Flüchtlings- und Migrationspolitik sowie aktuell die Bedrohung der tropischen Regenwälder im Amazonasgebiet.

Für seine monumentalen Fotografien greift Mosse auf Bildtechnologien zurück, die ursprünglich für militärische oder wissenschaftliche Zwecke entwickelt wurden und Dinge sichtbar machen, die für das menschliche Auge eigentlich nicht wahrnehmbar sind. Spannungsvoll changieren Mosses Werke zwischen Ästhetik und aktueller politischer wie auch ethischer Brisanz. Damit fordern sie zur intensiven Auseinandersetzung mit den Krisen und Zukunftsfragen unserer Zeit heraus. 2013 vertrat Mosse Irland auf der Biennale in Venedig und 2014 gewann er den Deutsche Börse Photography Foundation Prize.

Die Ausstellung mit Richard Mosse in der Kunsthalle Bremen ist seine erste umfassende Werkschau in Deutschland. Sie wird anhand von repräsentativen Fotoarbeiten sowie einer neuen Videoinstallation einen breiten Überblick über seine zentralen Werkphasen geben.

Eine Ausstellung des Förderkreises für Gegenwartskunst im Kunstverein in Bremen

 

(Abb. Ausstellungsübersicht: Richard Mosse, Madonna and Child, 2012 (Detail), aus der Serie Infra | Abb. oben: Richard Mosse, Burnt Pantanal II, 2020, aus der Serie Tristes Tropiques | beide: Courtesy of the artist, Jack Shainman Gallery, New York and carlier | gebauer, Berlin/Madrid)

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