Remix Einblicke in die Sammlung zeitgenössischer Kunst   26.02. – 13.11.2022

Remix. Einblicke in die Sammlung zeitgenössischer Kunst

Seit Sommer 2020 präsentiert die Kunsthalle Bremen ihre umfassende Sammlung grundlegend neu. Dabei begegnen überraschende Funde aus dem Depot altbekannten Meisterwerken. Deutsche und französische Kunst treten in einen kreativen Dialog. Programmatische Räume zu globalem Handel, Klimawandel und dem Kampf um den Glauben beschäftigen sich mit Themen, die die Menschen seit Jahrhunderten bewegen. Die Sammlungspräsentation verknüpft eine regionale Perspektive mit dem globalen Geschehen und schlägt dabei den Bogen vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Die Sammlungsausstellung „Remix“ wird stetig erneuert: Vom 26. Februar 2022 bis zum 13. November 2022 wird in fünf Räumen im Erdgeschoss eine Auswahl von zeitgenössischen Kunstwerken präsentiert. Viele der Werke sind in den letzten Jahren in die Sammlung der Kunsthalle Bremen gekommen. Zu sehen sind Arbeiten von Abel Auer, Tilo Baumgärtel, Nina Beier, Christian Haake, Toulu Hassani, Franziska Holstein, Manfred Holtfrerich, Jub Mönster, Ulrike Müller, Alexander Tovborg, Rosemarie Trockel, Neo Rauch, Arne Schmitt.

Erstmals werden die Arbeiten der 13 deutschen und internationalen Künstler*innen miteinander in einen Dialog gesetzt.

Im ersten Raum setzen sich Ulrike Müller (geb. 1971 in Brixlegg, Tirol), Nina Beier (geb. 1975 in Aarhus, Dänemark) und Christian Haake (geb. 1969 in Bremerhaven) auf je unterschiedliche Weise und in verschiedenen Techniken und Materialien mit der Idee vom Bild, der Malereitradition und Fragen der Imagination auseinander.

Im zweiten Raum erwarten die Besucher*innen großformatige Bilder, die verschiedene Facetten der aktuellen figurativen Malerei repräsentieren: Abel Auer (geb. 1974 in München) bedient sich dabei christlicher Bildtraditionen, während Alexander Tovborg (geb. 1983 in Kopenhagen) diese noch mit der antiken Kunst des heutigen Mexiko verbindet. Tilo Baumgärtel (geb. 1972 in Leipzig) und Neo Rauch (geb. 1960 in Leipzig) erzeugen in ihren eindrücklichen Bildern traumhafte und teils unheimliche Stimmungen.

Franziska Holstein (geb. 1978 in Leipzig), Toulu Hassani (geb. 1984 in Ahwaz, Iran) und Rosemarie Trockel (geb. 1952 in Schwerte) setzen sich in ihren vielteiligen und komplexen Arbeiten im dritten Raum auf je unterschiedliche Weise mit dynamischen Bildprozessen und Transformation auseinander.

In Raum vier werden vergangene Welten ins Hier und Jetzt geholt: Manfred Holtfrerichs (geb. 1948 in Nordwalde) großformatige Drucke nach Fotografien vom Ende des 19. Jahrhunderts, die Arbeiter*innen einer Zinkhütte porträtieren, stehen hier Jub Mönsters (geb. 1949 in Oldenburg) filigranen Kugelschreiberzeichnungen von Kegelbahnen gegenüber.

Im letzten Raum wird die umfassende Video- und Fotoinstallation Der heiße Frieden (2017/18) von Arne Schmitt (geb. 1984 in Mayen) präsentiert, in der er sich mit der Verflechtung des BASF-Konzerns mit dem NS-Regime sowie seine Bedeutung für die heutige Gestalt der Stadt Ludwigshafen beschäftigt.